Anlass und Botschaften
Die Demonstration stand unter dem Motto „Liebe und Kraft - von Dresden nach Göttingen“ und war eine Solidaritätsbekundung mit dem Opfer des Messerangriffs in Göttingen. Rund 120 Menschen versammelten sich dazu am Dresdner Schlossplatz. In den Redebeiträgen wurde der Angriff als Ausdruck rechter Gewalt eingeordnet und den Betroffenen Solidarität zugesichert. Immer wieder wurde betont, dass rechte Gewalt weder in Göttingen noch in Dresden einen Platz habe. Zudem wurde die Entwicklung thematisiert, dass die Täter immer jünger würden. Als Beispiel wurde auf den mutmaßlich 17-jährigen Tatverdächtigen des Angriffs verwiesen.
Kritisch aufgegriffen wurden außerdem die ersten öffentlichen Einordnungen des Falls. Mehrere Redner*innen wandten sich gegen die Diskussion über eine mögliche Notwehr des mutmaßlichen Täters und bezeichneten diese als unangemessen.
Demonstrationsverlauf
Nach der Auftaktkundgebung entstand ein gemeinsames Solidaritätsfoto, bei dem Pyrotechnik gezündet wurde. Anschließend setzte sich der Demonstrationszug über die Augustusbrücke, die Hauptstraße und den Albertplatz bis in den Alaunpark in Bewegung. Dort endete die Veranstaltung mit einer Abschlusskundgebung.
Kundgebungsmittel
Während der Demonstration wurden zahlreiche Transparente, Fahnen und Schilder mitgeführt. Inhaltlich standen Solidarität mit dem verletzten Antifaschisten sowie die Ablehnung rechter Gewalt im Mittelpunkt. Mehrfach waren Parolen wie „Rechte Gewalt hat in Dresden und Göttingen keinen Platz“ zu sehen. Darüber hinaus richteten sich einzelne Schilder gegen die öffentliche Debatte über eine mögliche Notwehr des mutmaßlichen Täters.
Presse und Polizei
Die Demonstration wurde von mehreren Pressevertreter*innen begleitet. Größere Zwischenfälle im Zusammenhang mit der Medienberichterstattung oder polizeiliche Maßnahmen waren während der Versammlung nicht zu beobachten.

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